Aus dem Chaco nach Herne

Horst Martens
Schon als junger Mann wollte Horst Martens Journalist werden. Dafür tauschte er die Weite des Chacos gegen die Großstadt in Deutschland.

Als junger Mann tauschte Horst Martens die Weite des Chacos gegen die Großstadt in Deutschland. Er studierte Journalismus, arbeitete als Stadtsprecher bei der Stadt Herne und veröffentlichte 2015 seinen ersten Roman. Und obwohl er mit seiner Familie in Herne lebt, hat er den Kontakt nach Paraguay nicht verloren. Eigentlich habe er zweimal Heimat, sagt er.

…einfach nur Kinder

Livia Leichner
Livia Leichner leitet das Evangelische Familienzentrum an der Holsterhauser Straße in Herne.

Wie perfekt Integration funktionieren kann, sehen wir an den Kindern. Herkunft und kulturelle Hintergründe spielen für sie keine Rolle. Das beobachtet Livia Leichner jeden Tag bei ihrer Arbeit. Sie leitet das Evangelische Familienzentrum an der Holsterhauser Straße in Herne. „Bei uns sind einfach nur Kinder.“, sagt sie.

Mama, Du musst helfen

Zinica Roth bei der gfi Herne
Nicht lange überlegen, sondern helfen – das ist das Motto von Zinica Roth.

Die gebürtige Rumänin Zinica Roth arbeitet ehrenamtlich für das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Herne. Sie unterstützt Rumäninnen und Rumänen, die noch nicht so gut Deutsch sprechen. Ansonsten ist ihr Leben mit Familie und Job voll ausgefüllt. Wenn sie gebraucht wird, ist sie aber zur Stelle. Sie selbst nennt es ein Helfersyndrom.

Mitmachen. Mitreden. Miteinander.

Markus Vordenbäumen und Cordula Galla vom Bündnis Herne
Markus Vordenbäumen und Cordula Galla vom Bündnis Herne wollen Zeichen gegen Rechts setzen.

Flagge zeigen gegen Rechts – das ist das Motto des „Bündnis Herne“, das am 20. August 2019 gegründet wurde. Anlass waren so genannte Spaziergänger, die in einer Art Bürgerwehr durch die Herner Innenstadt zogen. Ob Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit oder Coronaleugner – Markus Vordenbäumen und Cordula Galla wollen gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen und Mitstreitern ein Zeichen gegen Rechts setzen und auf die Vielfalt unserer Gesellschaft aufmerksam machen.

Mit 80 ist noch lange nicht Schluss

Während andere in seinem Alter ihren Ruhestand genießen, arbeitet er noch halbtags: Dr. Jochem Müller ist mit 80 Jahren Hernes ältester, noch praktizierender Hausarzt. 2015 war er sofort zur Stelle, als es um die medizinische Versorgung der Flüchtlinge ging. Außerdem hat er als einer der ersten Ärzte in Herne Obdachlose gegen Corona geimpft. Achim Preikschat hat sich in dieser Folge mit dem symphatischen Doktor über seine Berufung als Arzt unterhalten.